OWWF für schnelle Umsetzung von CETA

Meldung vom 1. Januar 1970

Freihandel hilft insbesondere den Staaten in Mittel- und Osteuropa

„Auch bei CETA und TTIP gilt, dass wir einen Blick über unseren Tellerrand werfen müssen“, erklärte der Präsident des OstWirtschaftsForums Bayern (OWWF), Staatsminister a.D. Eberhard Sinner. Denn während es in Deutschland in der Bevölkerung und Teilen der Politik Vornehalte gegen die Freihandelsabkommen mit Kanada und den USA gebe, würden gerade kleinere EU Staaten insbesondere in Mittel- und Osteuropa enorm profitieren. Gerade kleine Volkswirtschaften hätten ohne diese Abkommen kaum eine Möglichkeit hier individuelle Abkommen zu erwirken.

 

„Aber gerade auch die exportorientierte bayerische Wirtschaft würde von dem Abkommen profitieren“, so Sinner. Rund die Hälfte des pro-Kopf Einkommens im Freistaat hänge direkt oder indirekt vom Außenhandel ab. Das OWWF hoff daher, dass das Abkommen mit Kanada jetzt schnell umgesetzt werden kann.

 

Das OWWF und seine Vorgängerorganisationen setzen sich seit über 40 Jahren für freien Handel ein. „Wir haben uns schon zu Zeit des Kalten Kriegs für den Handel über den Eisernen Vorhang hinweg eingesetzt“, so Sinner. Es sei daher nicht verständlich, dass jetzt ein Abkommen mit einem Land wie Kanada zu scheitern drohe.

 

CETA eröffnet neue Marktchancen für die europäische Exportwirtschaft und beseitigt unnötige bürokratische Hürden. Davon profitiert insbesondere unser Mittelstand. Gleichzeitig bleiben die in der EU geltenden Schutzstandards in allen Bereichen erhalten. Künftig können sogar höhere Schutzstandards eingeführt werden. "Mit Kanada wurde ein gutes, ambitioniertes und gleichzeitig ausgewogenes Abkommen verhandelt, das uns als Blaupause für weitere EU-Handelsabkommen dienen wird“, sagt die Wirtschaftsministerin. CETA ist eine klare Verbesserung gegenüber allen bisherigen Abkommen.

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