OWWF für ein Länderspiel Russland-Deutschland im ehemaligen Stalingrad

Meldung vom 1. Januar 1970

Länderspiel zur Eröffnung des neuen WM Stadions in Wolgograd als Symbol für Frieden in Europa

„Wir unterstützen das Anliegen der Stadtregierung von Wolgograd, dass es zur Eröffnung des neuen Stadions ein Länderspiel Russland-Deutschland im ehemaligen Stalingrad gibt“, erklärte der Präsident des OstWestWirtschaftsforums Bayern (OWWF), Staatsminister a.D., Eberhard Sinner bei einer Veranstaltung mit der Präsidentin der Gesellschaft Russland-Deutschland, Olga Zinovieva. Das OWWF setze sich auch in politisch schwierigen Zeiten für einen intensiven Dialog zwischen Deutschland und Russland ein.

 

Jenseits der der internationalen Sanktionen, die Sinner nicht in Frage stellt, gäbe es aber noch sehr viel Spielraum für einen intensiven politische, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Austausch. „Menschliche Beziehungen unterliegen keinen Sanktionen“, so Sinner. Das OWWF knüpfe damit an die ursprüngliche Idee der „Volksdiplomatie“ an, die das OWWF bereits zu Zeiten des Kalten Kriegs betrieben hat.

 

Nachdem das OWWF in den letzten Jahren den Bau einer erstmals gemeinsamen Friedenskapelle für alle gefallen Soldaten in Rossoschka in der Nähe von Wolgograd unterstützt habe, die im September 2016 eingeweiht wurde, sei es ein Anliegen, dass die dabei gewonnen guten Beziehungen aufrecht erhalten bleiben. Jetzt sei es an der Zeit im Bewusstsein der gemeinsamen oft schmerzlichen Vergangenheit in die Zukunft zu schauen. „Es wäre ein besonderes Zeichen, wenn sich Russland und Deutschland im ehemaligen Stalingrad statt auf dem Schlachtfeld friedlich auf dem Fußballfeld gegenüber stehen würden“, so der frühere Leiter der Bayerischen Staatskanzlei. Zusammen mit dem früheren Bundeswirtschaftsminister Michael Glos habe Sinner bereits Kontakt zum DFB aufgenommen, damit dieses Spiel in den Spielplan mit aufgenommen werden kann.

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