Für Schutz der Außengrenzen, gegen Zäune und Kontrollen an den Bayerischen Grenzen. Insbesondere die Grenzregionen profitieren von offenen Grenzen

Meldung vom 1. Januar 1970

„Wir müssen Barrieren abbrechen, statt Zäune errichten“, forderte der Präsident des Ost West Wirtschaftsclubs (OWWC), Staatsminister a.D. Eberhard Sinner (CSU)"

Wir müssen Barrieren abbrechen, statt Zäune errichten“, forderte der Präsident des OstWestWirtschaftsclubs (OWWC), Staatsminister a.D. Eberhard Sinner (CSU) beim gemeinsamen Clubabend des OWWC mit dem Deutschen Ostforums München (DOM).

 

Schwerpunkt des letzten OWWC Clubabends vor der Fusion mit dem DOM zum Ost- West Wirtschaftsforums Bayern (OWWF) war die wirtschaftliche Zusammenarbeit in der Grenzregion Ostbayern, Südböhmen, Oberösterreich. „25 Jahre nach dem Fall des „Eisernen Vorhangs“ sind diese früheren Randgebiete in die Mitte Europas gerückt und profitieren davon, dass es keine Grenzen und keine Grenzkontrollen mehr gibt“, so Sinner. Gerade der Mittelstand habe die Chancen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit für sich nutzen können. Heute seien nur noch die Sprachbarrieren ein Hindernis zwischen den Bayern und Tschechien, auch wenn immer mehr Menschen im Grenzland die Sprache des Nachbarn lernten.

 

Das Grenzland profitiere aber davon, dass in jedem Land die Dinge etwas anders angegangen würden, und man so immer auch neue Lösungsansätze kennenlerne, betonte Ludwig Rechenmacher von der Handwerkskammer Niederbayern/Oberpfalz.

 

Insbesondere dürfe es heute nicht wieder neue Grenzen geben. Die wieder eingeführten Grenzkontrollen führten zu erheblichen Kosten und Verzögerungen für die Wirtschaft und die Pendler. „Die Grenzkontrollen zwischen Bayern und Österreich müssen schnell wieder abgebaut werden“, forderte der frühere Leiter der Bayerischen Staatskanzlei. Es sei leider heute häufiger der Fall, dass man Termine, Lieferungen, Dienstleistungen im Nachbarland absagen müsse, weil nicht mehr gewährleistet sei, dass Züge und Verkehr zwischen Bayern und Österreich normal laufen. Aus dem Krisenfall darf nicht der Normalfall werden.

 

Der OWWC habe sich in den über 40 Jahren seines Bestehens immer dafür eingesetzt, dass Grenzen abgebaut würden und die Reisefreiheit in Europa als Grundfreiheit durchgesetzt werde. An dieser vom früheren Chamer Landrat und Gründer des OWWC Max Fischer begründete Tradition werde man auch weiter anknüpfen.

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